Thelema, Organisationen und die Individualität

Inspiriert durch ein Gespräch mit Arkis und durch ein Video von Ivan Wojnikow:

Es wird eine Reformation kommen. Derzeit sind die Strukturen in solchen Organisationen hierarchisch und diese werden aber mit der Zeit verschwinden, Richtung Heterarchie. Es wird das Individuum im Vordergrund stehen, der Einzelne zählt und nicht wer in welcher Organisation ist. Organisationen die hierarchisch aufgebaut sind, sind prinzipiell ein „Lügengebäude“. Da es eine Gleichmacherei ist. Es werden bestimmte Voraussetzungen verlangt, damit man im Gradsystem aufsteigt. Je höher umso mehr meint der Einzelne, sei er auf dem richtigen Weg und auch, um so wichtiger und umso mehr Macht hat man. Doch zum einen, orientiert sich der Einzelne zu stark auf die Struktur von anderen und misst sich damit, anstatt auf das zu schauen, was er wirklich ist und erreicht hat. Zum anderen sind Machenschaften gleich mit vorprogrammiert. Man haut schließlich keinen in die Pfanne, der einen befördert hat oder der zur gleichen Organisation gehört. Ansonsten ist man unten durch und gerade die, die in solchen Strukturen sind, wollen schließlich auch Anerkennung und „dazugehören“.

Martin Luther spaltete die Kirche, in dem er die Bibel auf deutsch übersetzte und jeder der lesen konnte, war auf einmal fähig die Bibel zu lesen und zu interpretieren. Er war nicht mehr abhängig von Menschen die in Latein etwas erzählten und die Bilder anschauen mussten, um zu verstehen. Das war imo der eigentliche Verdienst von Luther, der den nächsten Schritt zur Individualität vorbereitete und vollzog. Und genau dahin wird es auch gehen. Wir können das immer mehr beobachten, sei es, dass es Softwareprogramme gibt die einem die Sprachen übersetzen, sei es, dass die Werbung immer mehr darauf abzielt, auf das Individuum einzugehen und die Wirtschaft eine Unmenge an Auswahl haben, wie Autos, Essen oder Wohnungseinrichtungen. Wir ertrinken förmlich in der Vielfalt und für „jeden“ ist was dabei. Und wenn die FM, als auch anderen Organisationen, keine Reformation durchmachen, werden sie untergehen. Nicht jetzt oder in hundert Jahren, aber sie wird untergehen. Das hat auch was mit dem Prozess zu tun, der ständigen Veränderung unserer Welt, als auch bei uns selbst. Stagnation ist, wenn überhaupt, sekundär. Der Mensch steht im Vordergrund, nicht die Organisation. 

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