Thelema, wie man es auch sehen kann

Früher war das Blut der Stoff für magische Rituale. Opferte man ein Tier, dann floss Blut und Blut war Leben. Mit dieser freigewordenen Energie wurde dann „Etwas“ manifestiert. Dieses Etwas kann z.B. eine Tradition sein, die man beibehalten möchte. Noch heute sind Schächtungen zB. ein magisches Ritual zu Ehren des Gottes (Allah, Jehova etc.). Wir erinnern uns auch an Kain und Abel. „Gott der Herr“ (wohlgemerkt und nicht Elohim) verschmähte das Gemüse und nahm das Blut. Das zeigt den Äonenwechsel an. Davor wurde Getreide, Gemüse, nicht tierische Produkte zu Ehren der Natur geopfert. Die Evolution zeigt es ebenso, zuerst war die Pflanze, dann das Tier und dann der Mensch. Zuletzt kommt der Übermensch, der, welcher sich, als Mensch, überwindet und ein bewusster Gott wird. Durch das Töten eines Tieres, wird das Leben genommen, damit etwas anderes entstehen kann. Oder auch, ein Soldat stirbt für das Vaterland, auch das ist ein altäonisches Opfer. Oder die Sonne stirbt und wird wieder zum Leben erweckt, wenn der Morgen kommt. Etwas muss sterben, damit Etwas entstehen kann.

In der Sexualmagie ist Sperma oder das Sekret einer Frau das „Blut“ des jetzigen Äones (Horus). Man „tötet“ keine Lebewesen mehr, sondern man „schöpft“ seine eigene Energie für „Etwas“. Durch den sexuellen Akt konzentriere ich mich auf das „Etwas“ was meinem Willen entspricht, dem großen Werk. Die Sonne geht nicht mehr unter und wieder auf, sondern ich bin die Sonne und sehe wie die Erde von mir beleuchtet wird. Ich schenke der Erde mein Licht und meine Wärme und die Erde gibt mir Sinn. So wie Nuit durch ihre unendlich viele Möglichkeiten Hadit Sinn gibt. Ich gehe nicht in den Krieg um für mein Vaterland zu sterben, sondern, ich gehe in den Krieg um mich selbst reicher an Erfahrungen zu machen. Ich mache Sex, um ein magisches Kind zu erzeugen, dabei kann der Partner alles mögliche sein, auch meine Hand. Moral war gestern, Freiheit ist heute! 😉

Man kniet nicht nur vor jemanden oder herrscht nur über andere, sondern das Ich kniet vor seinem Selbst, aber das Selbst braucht ein Ich, um zu Sein. Es ist ein miteinander und gleichzeitig sind beide getrennt voneinander. Jeder muss und ist für sich, aber kann nur mit dem anderen Sein.


Die Stechfliege initiierte diesen Blog.

Autorenseite: Die Stechfliege

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