Willkommen in meinem Kopf, Klick (v. Claas Hoffmann)

Klick

Wenn in mir einmal Zweifel aufkommen, ob ich tatsächlich legitimes und verteufelt wichtiges Mitglied der T.S.S. bin, oder ob die T.S.S. tatsächlich so allgegenwärtig und mächtig ist, wie ich behaupte, brauche ich nur meine Mitgliedsurkunde hervorzuholen, oder meinen Duden. Meinen Duden? Ja, mein Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung ist ein beruhigender Beweis für die Existenz der allmächtigen T.S.S.:

Als ich in Stade am Fischmarkt wohnte und auf dem Feuerschiff als Barkeeper und Kellner arbeitete, besuchte mich mein Freund und damaliger Arbeitskollege Torsten Klick. Ich erzählte ihm von meinem Besuch bei Michael D. Eschner in Bergen an der Dumme. Bei Michael hatte ich das erste mal die kabbalistische Berechnung von Worten anhand des lateinischen Alphabetes kennengelernt. Michael hatte seinen Computer so mit „Deutscher Kabbala“ programmiert, daß immer dann, wenn man ein Wort eingab, andere Worte mit dem gleichen Zahlwert erschienen. Ich bat ihn, meinen Namen einzugeben. So schrieb er „Claas“ und daraufhin erschienen unter anderem die Worte „Kirche“, „Leere“ und „Imagodei“ (Lat. „Bild Gottes“). Alle diese Worte ergeben 135. Das fand ich großartig. Da standen nicht Worte wie „Hut“ oder „Heizung“, sondern eben solche, die für mich und mein „spirituelles Streben“ eine Bedeutung hatten. Dann schrieb er „Hoffmann“ und es erschienen unter anderem die Worte „Orgien“ und „Koran“. Wahrlich ein Spiegel meiner Seele. Diese Worte ergeben alle 221. Welche Worte bei „Claas Hoffmann“, 356, erschienen, erinnere ich nicht. Wieder zu Hause schaute ich dann in meinem Duden nach, was als erstes auf Seite 356 stehen würde. Zu meiner großen Verwunderung existierte diese Seite nicht. Nach dem Druck ist beim Buchbinden dieses Dudens den Machern ein Fehler unterlaufen: Zwischen Seite 352 und Seite 369 ist eine Lücke. Die Seiten fehlen. Auf Seite 352 steht unter anderem das Wort „Kirche“ welches ja die gleiche Zahl wie „Claas“ oder „Leere“ hat. Auch die Zahl 352 hatte für mich eine Bedeutung. Meine Band, in der ich singe und Schlagzeug spiele, heißt „T.R.I.N.C.“ „T.R.I.N.C.“ hat den Zahlwert 352. All dies erzählte ich Torsten Klick und zeigte ihm meinen Duden. „Guck doch mal auf welcher Seite Klick oder Klicken steht“, sagte Torsten. Ich schlug zu meiner Verblüffung sofort Seite 356 auf, die Seite meiner Namenszahl, von der ich eben noch Torsten erzählt hatte, es würde sie in diesem Duden gar nicht geben. Auf dieser Seite standen unter anderem die Worte Kleopatra, Klitoris und Klicken. Da war ich aber platt. Das Buch war falsch gebunden. Zwischen den Seiten 304 und 305 befinden sich die Seiten von 353 bis 368. Also: Zwischen den Seiten 304 und 305 befinden sich die fehlenden Seiten. Auf Seite 305 stehen unter anderem die Worte Hoffmannstropfen, Hofmann und Hoden.

Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich diesen Duden zusammen mit einem Geldschein von meinem Patenonkel zur Konfirmation bekommen. Nehmen wir an, all dies ist kein Zufall, sondern von der T.S.S. organisiert. Für wie viele verschiedene Dinge mußte die T.S.S. sorgen, damit mir diese Duden-Synchronizität passieren konnte?

Der Lektor des Dudens mußte dafür sorgen, daß die Schriftgröße und der Seitenumbruch des Buches sich so gestalteten, daß auf Seite 356 klicken, auf Seite 352 Kirche und auf Seite 305 Hoffmannstropfen steht. Das alphabetische Register des Buches beginnt erst auf Seite 11, der Lektor mußte dafür sorgen, daß für das Vorwort des Verlages und für die Erklärungen der im Duden verwendeten Abkürzungen genau 10 Seiten benötigt wurden.

Derjenige, der das Buch gebunden hat, bzw. diese Maschine, mußte dafür sorgen, daß fälschlicherweise die Seiten von 353 bis 368 zwischen die Seiten 304 und 305 gebunden wurden.

Der Verlag mußte dafür sorgen, daß diese Neuauflage rechtzeitig vor meiner Konfirmation erschien. (Das Wort Konfirmand steht auf Seite 366.)

Mein Patenonkel mußte die Idee haben, mir einen Duden und kein anderes Buch zu schenken. Er mußte genau diesen Duden aus diesem Verlag kaufen.

Ich mußte Michael D. Eschner besuchen und er mir sein Computerprogramm mit dieser deutschen Kabbala zeigen.

Ich mußte die Idee haben, in meinem Duden nach der Seite meiner Namenszahl zu suchen.

Ich mußte Klick von meinen Kabbalistischen Abenteuern erzählen und er mußte mich fragen, auf welcher Seite „Klicken“ steht.

Damit ich aber überhaupt an der deutschen Kabbala interessiert sein konnte, mußten Worte die gleiche Zahl wie Claas oder Hoffmann haben, in denen sich meine Seele und mein spirituelles Streben spiegeln konnte: Kirche, Koran, Leere und Imagodei. Als also im Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung festgelegt wurde, wie Koran geschrieben wird, mußte entschieden werden, daß das Wort mit einem „K“ beginnt, und nicht mit einem „C“, denn dann hätte das Wort eine andere Zahl gehabt. Das gleiche gilt für Kirche. Als meine Eltern mir meinen Namen gaben, mußten sie dafür sorgen, daß ich mit zwei „A“ und einem „C“ geschrieben werde, es gibt ja auch Leute, die Klas heißen. (Der männliche Vorname Klas steht in meinem mystischen Duden auf Seite 354.)

Will ich nun diese Ereigniskette auf eine Linie schreiben, ergibt sich folgendes:

In der deutschen Rechtschreibung wird festgesetzt, wie Leere, Kirche und Koran geschrieben werden. Meine Eltern geben mir einen Namen. Der Lektor oder Layouter der Neuauflage des Dudens von 1977 aus dem Prisma Verlag sorgt für die Schriftgröße und dadurch für die Seitenzahlen des Buches. Die Buchbinderei macht die richtigen Fehler. Mein Patenonkel sucht und findet für meine Konfirmation dieses Geschenk. Ich beginne mich für Kabbalistik zu interessieren. Michael D. Eschner schreibt ein Programm für deutsche Kabbala. Ich besuche ihn und lerne seine Arbeit kennen. Klick wird mein Arbeitskollege und hört mir bei meinen Ausführungen über Zahlen und Worte zu. Er fragt mich, wo Klicken steht.

Zugegeben, ich wiederhole mich, aber ich muß es mir einfach selbst noch einmal sagen, um die Tatsachen zu realisieren. Die Ereigniskette, die von der T.S.S. organisiert und beeinflußt wurde, reicht bis zurück zur Festsetzung der Rechtschreibung der deutschen Sprache.

Gibt es etwas, was der T.S.S. nicht möglich wäre?

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