Willkommen in meinem Kopf, UFOs (v. Claas Hoffmann)

UFOs

An dem Tag, als Diana und ich aus Tossa zurückkehrten, besuchten wir gegen 21°° Uhr zwei Freunde, Sabine und Andreas. Sie wohnten in einem Haus ganz dicht am Elbdeich. Wir rauchten einen kleinen Grasjoint und erzählten von unseren Erlebnissen in Tossa. Gegen 23°° Uhr machten Diana und ich uns wieder auf den Heimweg.

Finkenwerder ist genau wie das chinesische Yin und Yang Zeichen. Besonders, wenn man auf dem Deich entlanggeht. Blickt man über die Elbe, sieht man nichts als Stahl und häßliche Industrieanlagen, dicke Rohre, Schornsteine, Lichter, Kabelstränge und Dampf. Schaut man auf die Landseite, sieht man Apfelbäume, grüne Wiesen und Fachwerkhäuser.

Als wir auf den Deich gestiegen und fünf Schritte in Richtung unserer Wohnung spaziert waren, zeigte Diana geradeaus in den Himmel und schrie: „Da!“

Wir sahen zwei UFOs.

Zwei UFOs, die genauso aussahen, wie sich kleine Kinder Raumschiffe vorstellen: Elliptisch, augenförmig, mit blauen und roten Lichtern drumherum, etwa so groß wie zwei VW-Busse. Sie schillerten, als wären sie aus Glas; tanzten fröhlich durch die Luft und machten heitere, helle Töne. Jetzt flogen sie direkt auf uns zu und wendeten über unseren Köpfen. Mein Herz hüpfte unsagbar glücklich und aufgeregt. In etwa 15 Metern Abstand von uns flogen sie nun über dem Wasser. In den ersten Sekunden war es, als würden sie uns folgen. Sie bewegten sich so schnell, wie wir den Deich entlanggingen. Dann beschleunigten sie. Wir folgten ihnen. Es war, als hätten sie gesagt: „Kommt mit! Wir fliegen ein Stückchen vor!“ Sie hüpften auf und ab wie Delphine. Ich ging schneller, hielt Diana fest an der Hand, zog sie hinter mir her.

Nach zwei Minuten beschleunigten die UFOs so, daß wir nicht mehr mit ihnen Schritt halten konnten. Wir folgten ihnen eilig aber rannten nicht.

Nach etwa einem Kilometer, den wir elbabwärts auf dem Deich gelaufen waren, macht die Straße, die parallel zum Deich verläuft, eine scharfe Linkskurve. Auf beiden Seiten der Straße stehen Tankstellen. Dort wird der Deich flach. Man kann direkt über einen sandigen, grünen Parkplatz an die Elbe gehen, wo das Ufer mit Steinen befestigt ist. (Mittlerweile ist ein zweiter Schutzdeich gebaut worden. Auf dem Parkplatz, wo damals noch Gras und Schotter war, ist heute alles befestigt.) Als wir den Platz erreichten, landete 30 Meter vor uns, direkt am Elbufer, eines der Raumschiffe. Das Andere entschwand mit fröhlichen, hellen Tönen in den Himmel.

Als ich nun Diana, die von einer Heidenangst geschüttelt wurde, hinter mir herzog und auf das UFO zuging, bekam ich plötzlich das Gefühl, mir würde jemand eine Videokassette in den Kopf schieben:

Vor meinen Augen stand kein Raumschiff mehr, sondern ein gigantischer Halloween-Kürbis. So groß wie ein Einfamilienhaus. Nicht so rund wie ein normaler Kürbis. Eher geformt wie ein Totenkopf. Augen und Nasenlöcher dreieckig. Die Zähne im Mund spitze Zacken. Heraus leuchtete gespenstisch das orange Licht einer Riesenkerze.

Ich wußte, daß dort an der Elbe das Raumschiff stand, und nicht der Kürbis. Ich begriff aber nicht, daß es sich bei dem Kürbis um kein Hologramm, sondern um einen Film in meinem Kopf handelte.

Jetzt erschienen vor uns acht sehr arabisch aussehende Gestalten. Sie trugen lange, weiße Gewänder mit Kapuzen; um ihre Hüften schwarze Gürtel über den Gewändern. Um ihre Köpfe, über den Kapuzen, trugen sie schmale, schwarze Stirnbänder. Ihre Gesichter lagen im Schatten. Sie hielten lange Schwerter in ihren Händen. Die Griffe der Schwerter vor ihren Brüsten. Die Spitzen der Klingen berührten den Boden vor ihren Füßen. Sie bildeten eine kleine Allee in Richtung Riesenkürbis in zwei geraden Viererreihen. Jeder 1,50 Meter vom Anderen entfernt. Die zwei Viererreihen hatten soviel Abstand voneinander, daß wir gerade bequem zwischen ihnen hindurchgehen konnten.

Ich empfand keinerlei Furcht vor den acht „Arabern“ oder dem Halloween-Kürbis. Wollten mich die Außerirdischen prüfen, ob ich Angst zeigen würde? Diana ängstigte sich fast zu Tode. Ich hörte auf, sie mit sanfter Gewalt hinter mir herzuziehen und ließ sie los. Sie blieb nicht stehen, sondern stolperte hinter mir her. Im Gehen zog ich meine Jacke aus und ließ sie auf den Boden fallen. Ich holte meinen Schlüsselbund und mein Portemonnaie aus meinen Hosentaschen und warf sie auf den Boden.

Ich dachte, ich müsse etwas hinterlassen, bevor ich fortfliege.

Jetzt erschien hinter dem Totenkopf-Kürbis ein Holzschiff auf der Elbe. Auf dem Deck des Schiffes stand ein kleines Bootshäuschen in dem acht Leute bequem um einen Tisch hätten sitzen können. Aus der leicht geöffneten Tür, in der es ein Bulleye gab, und aus den zwei Fenstern an der Seitenwand des Häuschens, leuchtete orangenes Licht. Das Gleiche, das auch aus dem Kürbis schien. Jetzt hörte ich Gelächter und Gläserklingen. Meine Freundin zeigte auf das Schiff und rief: „Da ist ’ne Bar!“

Nun lief ich schneller auf das Boot und den Kürbis zu. Aber mit jedem Schritt wurde das, was ich sah, kleiner und undeutlicher.

Jetzt stand ich am Ufer.

Da war nur Wasser. Nichts als Wasser.

Alles war verschwunden.

Dort, wo Diana und ich eben noch ein kleines Hausboot gesehen hatten, aus dem Gläserklingen und Gelächter kam, schwamm ein alter Bagger.

Auf der Elbinsel, einen halben Kilometer gegenüber, heulten wie immer die nächtlich arbeitenden Industrieanlagen. Die vielen Lichter an den Schornsteinen leuchteten wie die Dekoration eines Science Fiction-Films. Manchmal hörte man ein dunkles Quietschen oder Summen, die Geräusche der Industrieanlagen.

Vorbei.

Sie hatten mich nicht mitgenommen.

Diana zitterte vor Angst. Ich war vollkommen von den Socken. Die UFOs sollen sofort zurückkommen! Sofort! Das konnte nicht alles gewesen sein! Nein! Wohin war das Raumschiff verschwunden? Der Kürbis! Das Holzschiff! Die Araber! Wie konnten sie sich einfach in Luft auflösen?

Es war bald Mitternacht.

Ich fand im Dunkeln meine Jacke, meinen Schlüssel und mein Portemonnaie wieder.

Auf dem Weg nach Hause erklangen in Dianas Ohren immer wieder tiefe, summende und dröhnende Töne. Als wir in unsere Wohnung kamen, hörte ich die Töne auch, aber sie ängstigten mich nicht.

Diana wollte auf keinen Fall, daß ich noch einmal nach draußen gehe.

Ganz langsam kamen wir zur Ruhe.

Wir setzten uns in die Küche.

Wir tranken Wein.

Versuchten zu verstehen, was geschehen war.

UFOs!

Wirklich, ehrlich UFOs!

Als wir nun miteinander sprachen, mußten wir feststellen, daß wir teilweise etwas Unterschiedliches erlebt hatten. Warum? Das konnten wir nicht begreifen.

Diana entdeckte die beiden Raumschiffe zuerst. Sie rief nicht: „Da sind UFOs!“, sondern sie rief: „Da!“ Das schließt die Möglichkeit aus, daß ich UFOs sah, weil Diana es gesagt hatte und ich sie auch sehen „wollte“. Das wäre der Einwand eines typischen Roboters gewesen. Aber: Um Dianas Raumschiffe herum blinkten grüne Lichter. Um meine nur Blaue und Rote.

Wir beide haben zwei UFOs gesehen, beschrieben sie in gleicher Größe, hörten die selben Töne. Auch die Flugbewegungen nahmen wir nicht unterschiedlich wahr. Aber: Diana erschienen keine Araber mit langen Schwertern. Auch kein Halloweenkürbis. Für sie war dort, wo ich den Kürbis sah, die ganze Zeit das gelandete Raumschiff. Dort, wo ich die Araber sah, nur der Parkplatz.

Die „Vision“ von der „Bar“ auf dem Schiff haben wir beide wieder gleich erlebt, dasselbe gesehen und gehört.

Die UFOnauten schienen Einfluß darauf zu haben, wie wir die Flugapparate wahrnahmen. Sie schienen großartige telepathische Kräfte zu besitzen.

Ich weiß, daß mir die acht Gestalten durchsichtig erschienen, obwohl sie klar und deutlich zu erkennen waren. Der Kürbis machte den Eindruck, etwas „fester“ zu sein als die Gestalten.

Die Möglichkeit, daß diese Wahrnehmungen nur aus meinem Kopf heraus auf den Parkplatz projiziert worden sein könnten, zog ich nicht in Betracht. Obwohl ich dieses komische „Videogefühl“ hatte, hielt ich die Gestalten und den Kürbis für Hologramme, die Diana auch hätte sehen müssen.

Wenn man das Erlebnis auf „Wunschdenken“ und „Halluzinationen“ zurückführen will, hätte Diana etwas anderes sehen müssen: Ihr wären ein paar Engel mit Flügeln erschienen, denn sie ist katholisch aufgewachsen. Auch eine schwebende Jungfrau Maria hätte ihr gefallen.

Ich hatte nicht ein einziges Buch von Erich von Däniken oder anderen UFO-Autoren gelesen. Ich begeisterte mich für Meditation, Yoga, Tantra, Reinkarnation, Tarot, I-Ging, das „Liber AL vel Legis“, für Sex und Drogen. Außerirdische Astronauten fand ich interessant, hatte mich aber nur oberflächlich damit beschäftigt. Jetzt war ich an schwerem UFO-Fieber erkrankt. Mußte das Erlebte sofort jedem erzählen. Wünschte mir so unerträglich stark, die Außerirdischen mögen zurückkommen und mich mitnehmen. Diana wollte, daß ich niemandem davon erzähle. Ihr größter Alptraum war, die UFOs könnten zurückkehren.

Wie ich schon erwähnt habe, übte Crowleys „Liber AL“ eine wahnsinnige Faszination auf mich aus. Jenes Buch, das ihm 1904 ein Gesandter des ägyptischen Falkengottes diktiert hatte. Lange glaubte ich, die Erleuchtung erlangen zu können, wenn ich nur dieses eine Buch verstehen würde. Auf dem Cover der „Liber AL“-Ausgabe des Sphinx-Verlages ist eine ägyptische Grabesstélé abgebildet. Hierauf ist unter anderem der falkenköpfige Gott Horus auf einem Thron zu erkennen. Eine geflügelte Kugel schwebt über ihm. Daß es sich bei dieser Kugel um ein Raumschiff handeln könnte, ist nicht meine Idee. Auch keine Neue. Es gibt unzählige UFO-Bücher, die diese Hieroglyphe mit einer außerirdischen Flugmaschine identifizieren. Damals hatte ich diese Bücher aber nicht gelesen. Doch einen Menschen gab es, der mir vor meinem UFO-Erlebnis erklärt hatte, die geflügelte Kugel auf dem „Liber AL“ sei die Darstellung eines Raumschiffes. Dieser Mensch war Hans Werding.

Hans wohnte in Wiepenkathen, einem kleinen Dorf, zwei Kilometer von Stade entfernt. Meine Mutter, die wußte, daß ich mich für ägyptische Hieroglyphen interessierte, hatte mich in Finkenwerder besucht und mir einen Zeitungsartikel aus dem Stader Tageblatt mitgebracht. In dem Artikel gab es ein Photo von Hans neben verschiedenen Hieroglyphen. Im Text stand, daß Herr Werding den exakten Bauplan einer Jahrtausende alten Flugmaschine entdeckt habe.

Ich rief ihn an. Er lud mich ein, ihn zu besuchen, er könne mir dann ein Modell der Flugmaschine zeigen. So fuhr ich nach Wiepenkathen. Das Liber AL nahm ich mit, um Hans zu fragen, ob er etwas in den Hieroglyphen auf dem Cover lesen könne. Er muß damals zwischen 40 und 50 Jahre alt gewesen sein, war grauhaarig, machte einen sehr „geerdeten“ und „ordentlichen“ Eindruck. Wirkte keineswegs wie ein „verrückter Professor“. Werding wohnte allein in einem kleinen Häuschen, in dessen Garten ein mannshohes Modell seiner Flugmaschine stand. Vor einigen Jahren hatte er seine Firma verkauft und sich von seiner Frau getrennt. Dann war er nach Südamerika gesegelt. Dort verglich er die Grundrisse einiger alter Tempelanlagen mit Plänen ägyptischer Tempel, die er in Büchern gefunden und von zu Hause mitgenommen hatte. Hans kam zu dem Ergebnis, die Grundrisse seien identisch. Er vermutete, es hätte schon vor vielen tausend Jahren einen regen Flugverkehr zwischen den Kontinenten gegeben. Als er zurückgesegelt war, fing er an, in den Hieroglyphen die Bauanleitung für seine Flugmaschine zu entdecken.

Die Technik dieser Maschine könnte man mit dem „Karate-Prinzip“ vergleichen, bei dem verschiedene Kräfte zusammen wirken und sich so zu einer größeren addieren: Bei einem Karateschlag stoße ich mit einer Hand nach vorne; die Energie wird verstärkt, indem ich gleichzeitig die andere Hand zurückziehe. Eine zusätzliche Kraft entsteht, wenn ich dabei auch einen Schritt in Schlagrichtung gehe und die Hüfte drehe. Noch eine Kraft liegt in der Schraubbewegung, mit der ich die Faust drehe während mein Schlag trifft. Weitere Energie wird freigesetzt, wenn ich beim Zuschlagen stark ausatme. Genauso addieren sich in Hans‘ Flugmaschine verschiedene Kräfte zu einer Größeren: Die Maschine hat vier Flügel wie ein Hubschrauber. Diese Flügel sind innen hohl. Sie sind geformt wie lange Kuhhörner. An ihren Spitzen befinden sich Öffnungen. Durch diese Flügel schießt brennendes Gas, welches Hans aus Alkohol gewinnen will. Dadurch, daß sich die Antriebsdüsen, die gleichzeitig die Flügel sind, kontinuierlich verengen, entsteht ein enormer Druck. Auf Grund der gebogenen „Kuhhornform“, werden zusätzlich jene Kräfte genutzt, der sich ein Seemann auf einem Segelschiff bedient, wenn er mit seinem ebenso gebogenen Segel gegen den Wind kreuzt. Natürlich würde Hans‘ Flugmaschine in Aktion rotieren: Das Prinzip eines Propellers. Die Flügeldüsen können an den Flugkörper angelegt werden. Hier gibt es den Effekt, den man bei einer Pirouetten-drehenden Eiskunstläuferin beobachten kann: Wenn sie sich mit ausgestreckten Armen dreht, und nun die Arme an den Körper zieht, wirbelt sie immer schneller um die eigene Achse. Wenn die Flugmaschine also beim Verlassen der Atmosphäre die Düsenflügel an den Flugkörper legt, hat dies einen Katapulteffekt.

Als ich Hans nach meinem UFO-Erlebnis wieder besuchte, war es nicht einfach für ihn, mir zu glauben. Meine Raumschiffe sahen enttäuschend anders aus, als seine Flugmaschine. Außerdem hatte ich die Ausstrahlung einer Spinne, die wahnsinnig geworden ist. Trotzdem war er sehr freundlich zu mir und vertraute mir seine Träume an: Er bräuchte nur eine Million Mark, um die Maschine zu bauen und bis zum Mars fliegen zu können. Er erzählte so unglaubliche Sachen, daß ich es nicht fassen konnte, einen so „irdischen“ Mann wie Hans etwas derartiges sagen zu hören. Er gehörte zu den Überskeptischen, leicht Verbitterten, die für alles immer Beweise sehen wollen und meinem Vater ähnlich sind. Ich erinnere noch einige Dinge, die Hans mir damals versuchte zu erklären. Einfach hintereinander aufgezählt, klingen sie zusammenhangslos und verrückt. Aber für Hans beruhten alle seine Theorien auf überprüfbaren Fakten:

Die ägyptischen Pharaonen waren außerirdische Astronauten. Teilweise aber auch Menschen, die direkt mit diesen Astronauten in Verbindung standen.

Auch Moses war ein Pharao.

Jesus Christus ist darum unsterblich, weil er sich in einem Raumschiff befindet, mit dem er vor und zurück durch die Zeit reisen kann.

Wir könnten uns mit denn alten ägyptischen Pharaonen unterhalten, weil sie eine Mischung aus Plattdeutsch und Berlinerisch sprachen.

Neben der Flugmaschine hatte Hans in den Hieroglyphen auch eine Landkarte der „Unterwelt“ gefunden. Einem riesigen Hohlraum unter der Sphinx. „Ich habe die Unterwelt entdeckt!“, erzählte er stolz. 1995 besuchte ich einen Diavortrag von Erich von Däniken. Er berichtete, 1987 hätte ein japanisches Expertenteam die Pyramiden und das Erdreich drumherum „geröntgt“. Es seien diverse noch nicht geöffnete Kammern in der großen Pyramide entdeckt worden. Auch ein riesiger Hohlraum unterhalb der Sphinx. Hans machte dieselbe Entdeckung parallel zu den japanischen Wissenschaftlern. Die Japaner vor Ort in Ägypten, mit hochkomplizierten Meßgeräten. Hans allein mit einer Landkarte und einem Lexikon in seinem Häuschen in Wiepenkathen. Er spekulierte, die Grabesstélé auf dem „Liber AL“ könne ein Schlüssel sein, um die Tür in die Unterwelt zu öffnen. Man müsse sie nur an einen bestimmten Platz in einen Tempel nahe der Sphinx stellen. Dann würde sich vielleicht eine Tür öffnen.

Den Kontakt zu Hans habe ich leider verloren. Eine Freundin erzählte mir, er hätte sich mit einem selbstgebauten Rednerpult in die Innenstadt von Stade gestellt und laut seine Gedanken kundgetan. Danach sei er in die Nähe von Bremen gezogen und hätte dort eine eigene „Düsenantriebskraft“-Firma gegründet. Das erinnert an den genialen Erfinder Daniel Düsentrieb.

Ich habe einen Freund, der ziemlich verrückt auf die Svastika, das Hakenkreuz, abfährt, aber alles andere als ein Nazi ist. Als ich ihn besuchte, zeigte er mir eine von ihm gezeichnete Flugmaschine in Gestalt einer Svastika. Aus den vier Enden sollte Feuer sprühen und das ganze Objekt sich im Fluge drehen. Ich riet ihm, er solle die Auskunft anrufen und nach der „Düsenantriebskraft“-Firma Hans Werding in der Nähe von Bremen fragen. Mit dem könnte er sich toll über so eine Flugmaschine unterhalten. Mein Freund rief die Auskunft an und bekam sogar eine Telefonnummer. Aber die Stimme, die er unter dieser Nummer erreichte, sagte ihm, niemand wisse, wo Hans Werding sei, er wäre einfach verschwunden und nicht mehr aufzufinden.

Das feurige Hakenkreuz und Werdings Flugmaschine erinnern an die Vision des Propheten Ezechiel oder anderer biblischer Propheten, die Gott mit Feuer, Rauch und Donner vom Himmel fahren sahen. Diese Flugmaschinen haben optisch und akustisch nichts mit den UFOs gemein, die Diana und mir in Finkenwerder erschienen sind. Die T.S.S. hatte aber dafür gesorgt, daß Hans mir zur rechten Zeit den Zusammenhang zwischen dem „Liber AL“ und den UFOnauten gezeigt hatte.

Nach meinem UFO-Erlebnis gab es nur noch zwei Dinge für die es sich zu leben lohnte: Außerirdische und das „Liber AL vel Legis“, auch genannt „The Book of the Law“ oder „Das Buch des Gesetzes“.

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