Das Gesetz, von Könige und Sklaven

7 English The English occultist, poet, and novelist Aleister Crowley bathing in a spring on the lower Baltoro Glacier during his 1902 expedition to climb K2 in the Himalayas.

Tue was du willst, sei das Ganze von dem Gesetz!

 

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Thelema, das Gesetz ist für Alle!

Wir leben in einem System mit Gesetzen. Es gibt 3 Arten von Gesetzen:

  • Das Naturgesetz
  • Das göttliche Gesetz
  • Das von Menschen erdachte Gesetz

Diese Gesetze haben mehrere gemeinsame Merkmale:

Gesetze sind Orientierungen für die, welche in dem System sind.
Gesetze schreiben vor, wie man zu leben hast.
Gesetze kann man brechen.
Alle Gesetze die man nicht einhält, rufen immer Konsequenzen hervor.

Bei dem Gesetz der Schwerkraft kann man sich eine blutende Nase holen, wenn man meint man könnte ohne Hilfsmittel fliegen. Bei Steuerhinterziehung droht Gefängnis oder eine Geldstrafe. Bei göttlichen Gesetzen kommt man in die Dunkelheit, synonym für Hölle, Karma abarbeiten, Wiederholung des alten Lebens, wenn man sich nicht an die jeweiligen Gebote einer Religion missachtet.

Das Gesetz von Thelema. hat folgende Orientierung:

Tue was du willst, sei das Ganze von dem Gesetz. Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen.

Das Gesetz ist Agape, also die Liebe und Liebe bindet immer alles. Agape heißt auch universelle Liebe. Da jeder Mensch einzigartig ist, ist auch sein Wille einzigartig. Der Wille ist immer Zielgerichtet, ich will dieses und jenes. Darum wird der Wille nur bestimmte Punkte binden und andere Punkte dabei außer Acht lassen. Dies ist Liebe unter Willen. Anders erklärt, aber die gleiche Logik: Du willst mit Menschen zusammen sein und das ist dein Wille. Diese Bindung mit bestimmten Menschen ist Liebe, du willst aber nicht, und könntest es auch nicht, mit allen Menschen eine Bindung eingehen, sondern nur mit bestimmten Menschen, die eben deinem Willen entsprechen, das wäre dann Liebe unter Willen.

Wir handeln immer so, wir binden uns jeden Tag mit etwas und das ist Liebe, wie Crowley sagte, jede Handlung ist ein Akt der Liebe. Doch gibt es dazu einen Verweis im Liber AL

Es gibt Liebe und Liebe, es gibt die Taube und die Schlange, wählet ihr genau!

Die Taube ist der Frieden, die Gewohnheiten die man jeden Tag zelebriert, sie drückt das aus was man schon kennt, alles Fremde wird mit Angst und Abwehr erlebt. Die Schlange ist das Wissen und Wissen kann man nur schaffen, wenn man sich mit dem Fremden bindet. Die Schlange kann beißen oder würgen und einen dabei töten, eine Taube tötet keine Menschen, sie ist immer friedlich. Darum ist der Wahre Wille immer ein Prozess, der immer nach Neuem strebt, immer tödlich und zielgerichtet zur Unsterblichkeit strebt.

Das Gesetz Thelema schreibt dir vor, wie du zu leben hast: Es heißt im Liber AL:

Das Gesetz ist für alle.

Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern.

Das bedeutet, mach du dein Ding und lass die anderen ihr Ding machen. Keiner hat das Recht den anderen bei seiner Tätigkeit zu behindern. Würde er es tun, würde er augenblicklich das Gesetz brechen. Es gibt natürlich Ausnahmen wie Notwehr oder sein Eigentum zu verteidigen.

Das Gesetz von Thelema bricht man, in dem man einfach Sklave ist und das so, dass man meint, man wäre ein König. Stattdessen ist er nur ein Sklavenkönig von Sklaven. Ein Sklave greift immer einen anderen Sklaven an, sie töten sich gegenseitig aus Gründen, die einem König nicht passieren würde.

Menschen sind zumeist völlig desorientiert, wenn sie von Thelema hören. Sie können nichts damit anfangen, weil sie seit ihrer Kindheit erleben, dass es immer einen Menschen gab der vorgegeben hat, wer man ist, wie man sein soll, wohin man gehen soll und warum es so ist. Der Mensch wird nicht zur Freiheit erzogen, zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortung, sondern er wird zu einem Sklaven eines Systems wortwörtlich gedrillt. Ein System, das versucht, dass der Mensch abhängig davon wird.

Immer wieder erlebe ich, wenn ich von dem Gesetz respektive Thelema rede, wie verständnislos die Menschen einen anschauen. Man kann fast die Fragen hören, die sie nonverbal durch ihre Augen vermitteln:

·         Wie jetzt, ich soll tun was ich will und die anderen auch?

·         Dann würde ja Chaos hereinbrechen, Mord und Totschlag.

·         Wir haben doch Vorgaben wie wir zu leben haben.

·         Wir haben Menschen die für uns entscheiden was gut ist und was nicht. Wir brauchen diese Orientierung.

·         Was soll ich mit so einem Gesetz anfangen?

·         Ich habe doch keine Ahnung was ich will und wie ich mich zu verhalten haben.

Andere wiederum, meinen zu wissen was sie wollen und gehen so radikal vor, dass sie ihre Wahrheiten anderer aufzwingen. Sie sind die Sklavenkönige von den Sklaven. Hier kurz eine kleine Anmerkung meiner Definition, die 3 Verhaltensweisen der Sklaven:

1.      Der Sklavenkönig ist immer der, welcher anderer seine Wahrheiten aufzwingt

2.      Der unbewusste Sklave gehorcht was der Sklavenkönig will.

3.      Der bewusste Sklave ist sich bewusst, dass er Sklave ist und will auch dienen.

Der dritte Punkt ist der Freiheit am nächsten. Im Liber Al lesen wir dazu,

Die Sklaven sollen dienen.

Zu Recht, sie „sollen“ dienen und die die diese Empfehlung annehmen, wissen, dass sie noch Sklaven sind und, dass es aber noch Könige gibt, denen es zu dienen lohnt. Da diese Könige immer freie Menschen sind, welche man nicht erpressbar kann oder sonst wie manipulieren, da sie ihren Wahren Willen gefunden haben. Interessant auch, es steht nicht, sie müssen dienen, also als Zwang formuliert, sondern sie sollen dienen, also als etwas Wünschenswertes oder als Empfehlung formuliert.

Auch zeigt die Formulierung auf, dass die Freiheit des anderen auch bei Menschen respektiert wird, die noch nicht in der Freiheit leben: hey, du musst nicht, aber du solltest es tun! Sklaven sind also nicht per se Unfreie, sondern grundsätzlich freie Menschen, da immer die Entscheidung letztendlich bei einem selbst liegt, ob sie x wollen oder ob sie x nicht wollen. Denn keiner kann einen zwingen das zu tun, was der andere will. Es gibt keinen Druck von Außen, außer. Den Druck gibt man sich, in dem man zB. Angst vor dem Tod hat oder Angst davor hat, sich lächerlich zu machen. Und genau das Unterscheidet den König vom Sklaven.

 

Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen!

 


Die Stechfliege initiierte diesen Blog.

Autorenseite: Die Stechfliege

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