Aleister Crowley, Oliver Janich und die Freiheit

 

Janichcrowley

 

Sehr geehrter Herr Janich,

 

Tue was du willst, sei das Ganze von dem Gesetz!

 

Immer wieder fällt mir auf, dass andere an „Etwas“ glauben, was diese dann als Wahrheit postulieren und dabei aber andere Menschen täuschen.

Es geht um Aleister Crowley. Ich vermute, dass sie noch kein einziges Buch durchgelesen haben VON Aleister Crowley. Aber dafür haben sie einiges gehört ÜBER Aleister Crowley. Sollte dies so zu treffen, erklärt es ihre Unwissenheit, obwohl sie sich trotzdem als aufgeklärt sehen. Zu behaupten, dass Crowley ein böser Mensch war, ist falsch.

Ihre Vermutung, davon muss ich erst mal ausgehen, ist die, dass gewisse Menschen, sie nennen diese Menschen die Machtelite, mit Aleister Crowley zu tun haben. Was sehr gut möglich ist, denn auch für profane Geister und schwarze Brüder sind seine Bücher und Schriften gedacht.

Ich bitte sie mir Passagen von Crowley zu zeigen, worin erkennbar ist, dass Crowley ein Mensch war der beabsichtigte Menschen zu versklaven oder, ein geläufiges Thema, er Kinder geopfert hat oder dazu aufrief, Menschen zu quälen und zu töten. Sie werden, so leid es mir auch nicht tut, nichts finden. Trotzdem wünsche ich ihnen ein gutes Gelingen beim Finden.

Crowley war für die Freiheit der Menschheit und diese Freiheit galt nicht nur für bestimmte Menschen. Zwar hört man immer wieder, dass Thelema, eine Elitereligion sei, doch schrieb Crowley zB im Buch Blue Equinox, im Kapitel, Freiheit:

Und einem jeden wird das Wissen seines endlichen Willens zuteil werden, durch welchen der eine ein Dichter, einer ein Prophet, einer ein Stahlarbeiter, ein anderer ein Steinarbeiter ist.

Ich sehe da keine Elite, keine Millionäre oder Aristokraten, wobei diese natürlich auch ihren Willen haben den sie zurecht in Freiheit leben sollen. Im Blue Equinox, Seite 215 steht:

Jeder Mensch ist auf seine eigene Art ein König oder zumindest Erbe eines Königreiches.

Selbst der berüchtigte Satz,

Die Sklaven sollen dienen.

aus dem Liber AL vel Legis, sagt nur aus, er soll, aber nicht, dass er muss. Sklaven sind all die Menschen, welchen ihren Willen noch nicht gefunden haben und weiterhin lieber fremdbestimmt, sei es durch Triebe oder Ängste, leben wollen. Doch auch sie (die Sklaven), sofern sie sagen, ich bin Sklave weil ich lieber so leben will, sind zumindest soweit einsichtig, dass sie in Unfreiheit leben, als die, welche meinen, sie seien Könige und andere haben ihnen zu dienen.

Für Crowley, und das ist das christliche Böse, war klar, dass jeder Mensch ein Gott (ein Glied Gottes, wie er es auch nannte) ist und die Freiheit hat das zu tun was er will. Crowley war darum gegen das Christentum, weil diese einen Sklavengott anbeten, welcher gebietet wie der Mensch zu leben hat, hält er sich nicht daran muss er in die Hölle. Diese Logik passt gut zum Staat: Der Staat hat Gesetze, hält man sich nicht daran kommt man in den Knast. Diese Gesetze oder Gebote sind künstlicher Natur und entsprechen nicht mehr der natürlichen Ordnung, diese Gesetze sind von Menschenhand gemacht und eben nicht göttlich also spirituell. Das wäre so, als würde man die Naturgesetze für nichtig halten und man macht eigene Gesetze über die Natur.

Verstehen sie die Kritik an die Kirche also nicht falsch. Die christliche Religion hat ihre spirituelle Ordnung und diese ist zum einen richtig, weil viele Menschen sich daran orientieren können für ihre Entwicklung, aber zum anderen wurde diese spirituelle Ordnung durch Menschen pervertiert. Und heute ist das Christentum so verdreht, dass alles durcheinander geraten ist. Jesus war ein Erleuchteter und wenn man die Apokryphen liest, welche nicht anerkannt sind, dann liest man darin sehr wohl über Erleuchtung, die für jeden Menschen zugänglich ist. Doch das ist eben nicht im Interesse des menschlich gedachten Christentum oder anderer religiöser, wirtschaftlicher oder politischer Institutionen.

Kennen sie eigentlich das Liber OZ? Das ist sozusagen die thelemische Menschenrechtserklärung:

Hier die 5 Punkte aus dem Liber OZ

„ES GIBT KEINEN GOTT AUSSER DEM MENSCHEN

1. Der Mensch hat das Recht, nach seinem eigenen Gesetz zu leben — zu leben, wie er will: zu arbeiten, wie er will: zu spielen, wie er will: zu ruhen, wie er will: zu sterben, wann und wie er will:

2. Der Mensch hat das Recht, zu essen, was er will: zu trinken, was er will: zu wohnen, wo er will: sich auf dem Antlitz der Erde umherzubewegen, wie er will.

3. Der Mensch hat das Recht, zu denken, was er will: zu sagen, was er will: zu schreiben, was er will: zu zeichnen, malen, schnitzen, ätzen, formen, bauen, was er will: sich zu kleiden, wie er will.

4. Der Mensch hat das Recht, zu lieben, wie er will: »erfüllt euch nach Willen in Liebe, wie ihr es wollt, wann, wo und mit wem ihr wollt.« — AL. I. 51

5. Der Mensch hat das Recht, jene zu töten, die ihm diese Rechte streitig machen wollen. »die Sklaven sollen dienen.« — AL. II. 58 »“

Kurz eine Erläuterung zu Punkt 5:

Der Mensch hat das Recht, jene zu töten, die ihm diese Rechte streitig machen wollen. Keiner hat das Recht zu bestimmen, wie der andere zu leben hat. Wenn einer mich aufhalten will, meine Tätigkeit auszuüben, das mein Wille ist und das Ziel hat mich zu verwirklichen, dann habe ich das Recht mich zu verteidigen. Dabei muss ich ihn natürlich nicht töten, aber soweit sicher gehen, dass er mir, in meiner Freiheit, nicht mehr in die Quere kommt. Selbstverteidigung ist Menschenrecht.

Der Staat, das kälteste aller Ungeheuer

wie Nietzsche meinte, ist soweit weg von der thelemischen Menschenrechtserklärung wie nur möglich. In einem Staat wird es immer Zwang geben und Unterdrückung der Freiheit, weil der Staat einem die Verantwortung nimmt und sich als „Vater“ aufspielt. So mag es seine Richtigkeit haben mit dem Gender, aber es ist solange falsch, solange es künstlich und mit Zwang vorangetrieben wird. Es muss aus der Freiheit entstehen und somit auch ohne Vorschriften für andere.

Nachdem sie diese Worte gehört haben, können sie sich nun fragen, wer hätte Interesse das solche Informationen nicht in die breite Öffentlichkeit kommen, statt dessen werden bewusst oder unbewusst, falsche Informationen gestreut und die ganze Welt glaubt daran, wie sie in einem anderen Video richtig bemerkt haben,

Die nutzen vorhandene Gefühle der Menschen aus, um sie in eine bestimmte Richtung zu treiben.

 

Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen!

 

Mit freundlichen Grüßen

Die Stechfliege

 


Die Stechfliege initiierte diesen Blog.

Autorenseite: Die Stechfliege

Ein Kommentar zu „Aleister Crowley, Oliver Janich und die Freiheit

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